Mit Musik kochen – Springsteen bringt mit den „Streets of Philadelphia Sessions“ eine düstere Scheibe auf den Plattenteller, die am Ende in einem geheimen Garten aufgeht. Dazu Tafelspitz und ein Birnendessert.
Die Zeiten sind bescheiden genug, wir müssen nicht noch tiefer in Abgründe geraten und sollten aus dem, was wir hören, vielleicht lernen. Während Trump in Davos seine Grönland-Spinnereien weiter treibt und nur aus Kanada und vielleicht Frankreich Erhellendes zu hören ist, sind es ausgerechnet jetzt diese „blinden Flecken“ oder das „Warten auf das Ende der Welt“, dieses Geheimnis, das da im Brunnen steckt, aber schließlich auch der „geheime Garten“, alles Stücke auf dieser Platte, die vermeintlich düster und traurig, depressiv oder verzweifelt klingen, am Ende aber dazu aufrufen, diesen ganzen Scheiß zu ändern. Es liegt nur an uns, das sagt Springsteen von jeder Bühne der Welt, es ist in unseren Händen. Wir müssen nur an der richtigen Stelle die richtigen Kreuze machen und uns nicht von verblendeten Gestalten in die totalitäre oder faschistische Ecke führen lassen.
No Kings
Der kanadische Premierminister bringt es auf den Punkt: „Mittelmächte müssen gemeinsam handeln, denn wenn du nicht mit am Tisch sitzt, stehst du auf der Speisekarte.“ Mittelmächte sind fast alle außer USA, Russland und China. Und wir alle sind Mittelmächte. Und wollen nicht auf der Speisenkarte stehen.
Da steht sous vide gegarter Tafelspitz mit Rosenkohl auf einer Creme aus getrockneten Tomaten. Zum Dessert gibt es sous vide gegarte Birne mit Vanille-Eis. Die Birnenhälften werden zusammen mit Salz, braunem Kokosblütenzucker und dem Anrieb von Orange und Zitrone zusammen mit Rotwein zwei Stunden bei 85 Grad Celsius gegart. Sie toppen dann mit einer Rotweinsauce das Eis.

