Tangerine Dream mit Moules Frites – Was verbindet die Musik von Tangerine Dream mit Miesmuscheln?
Keine Ahnung, bei dem neuen Live-Album von Tangerine Dream – From Virgin to Quantum Years – war mir danach. Nicht irgendwie, sondern wie in der Bretagne. Moules frites marines. Das sind in Wein und Sahnesoße gegarte Muscheln mit Pommes Frites, eigentlich isst man Miesmuscheln in der Bretagne nie ohne diese Pommes. Und so wie Tangerine Dream an vergangene Jahre erinnert mit Stücken wie Rubicon, White Eagle oder Phaedra, um dann bis Cloudburst Flight neu interpretierte Versionen an einem Konzertort vorzulegen, an dem schon die Ursprungsband mit Edgar Froese, Peter Baumann und Christopher Franke 1974 erfolgreich spielte – in St. Michaels Cathedral in Coventry – genauso erinnerte ich mich an 1974.
Damals bekam ich meine erste Langspielplatte von meiner Oma zu Ostern geschenkt: Bob Marley – Burnin‘. Und im selben Jahr kaufte ich mir noch drei weitere Platten. Suzi Quatro „Quatro“, Eric Burdon „Black Man’s Burdon“ und eben Tangerine Dream „Zeit“. Seither läuft deren Musik hier immer wieder.
Bretonische Muscheln
Und eben dabei fielen mir die bretonischen Muscheln ein. Die werden gesäubert und in einem Topf mit etwas Wein mehr oder weniger in eigenem Saft für drei bis vier Minuten gegart. Dazu werden in einer Pfanne Knoblauch, Schalotte und Stangensellerie sowie Petersilie, Schnittlauch und andere beliebige Kräuter zusammen mit dem Abrieb und ein wenig Saft der Amalfi-Zitrone angeröstet. Das wird nach dem Garen der Muscheln zu denen gegeben und das Ganze mit Sahne oder Creme Fraiche überzogen. Fertig – und die Pommes sind aus festkochenden Kartoffeln gemacht.
Die letzten sechs Sessions in der Cathedral auf der dritten LP begleiteten das Essen dann und beides ergänzte sich blendend.


