Zu der Musik von Kari Bremnes aus Norwegen gibt es Skrei-Bäckchen von dort. Svarta Björn von Kari Bremnes, der schwarze Bär, rollt in 33 Umdrehungen pro Minute in mein Musikgedächtnis, um sich dort auf ewig zu verankern.
Die Künstlerin, die in Norwegen als Singer-Songwriterin gefeiert wird und deren Musik sich in keinerlei Schublade packen lässt, verbindet Jazz, Rock und Folk zu ihrer eigenen Musik und hat im Laufe der Zeit nur eine greifbare Atmosphäre mit ihrer Musik geschaffen, sondern auch ein begeistertes Publikum gefunden, das ihren Geschichten und Bildern aus Norwegen folgt. Ihre Musik inspiriert.
Und inspiriert hat sie mich zu kurz abgebratenen Jakobsmuscheln, die ich auf einer Schiefertafel auf einem Karotten-Mango-Salat angerichtet habe. Dazu Skrei-Bäckchen sautiert mit Tomate, Höri-Zwiebel und Oliven. Und das führt Skrei und Kari zusammen, denn beide kommen von den Lofoten. Danke an Marleen Sturm, Vintage 1989, für die Weinempfehlung, ein Viognier von 2020 von Oliver Zeter.
Verarbeitung:
Die Jakobsmuscheln brat ich nur kurz an, innen sollten sie noch glasig sein. Auf Salz verzichte ich, weil ich die Karotte und die Mango wirken lassen möchte. Letztere werden nur kurz blanchiert und dann auf die Platte gelegt, lediglich etwas fein gemahlenen japanischen Sancho-Pfeffer gebe ich dazu. Die Skrei-Bäckchen, die man hierzulande leider nur ganz selten bekommt, werden mehliert und in Olivenöl und Butter vorsichtig gebacken. Dabei schwenke ich die Pfanne – daher am liebsten auch auf offenem Feuer – damit der Fisch nicht anbackt. Später kommen gehäutete und in Würfel geschnittene Tomaten, die Oliven und anstatt Schalotten die gehackte Höri-Zwiebel hinzu, alles wird sautiert, also gemischt und nur noch erhitzt. Es sollte nicht großartig gebacken werden. Am besten nimmt man den Fisch kurz nach zufügen der Zutaten heraus, um ihn dann am Ende nochmal zuzugeben. Dann wird er nicht trocken gegart. Am Ende wird gerösteter Panko unter die Menge gemischt und mit Petersilie dekoriert.

