Breakfast in New Orleans, Dinner in Timbuktu – Die Platte von Bruce Cockburn ist just als Vinyl erschienen. Hier geht es zudem um die Tonkabohne.
Passt irgendwie zum Essen, dieser Titel. Frühstück haben wir uns gespart, Dinner gab es in Raderach. Und zwar Blumenkohl-Püree mit gebratenen Blumenkohlscheiben. Dazu Rindfleisch angebraten, dann in einer Schmorsoße aus Miso und Apfelschaum eine Zeitlang ziehen gelassen. Der Apfelschaum war mit Tonkabohne aromatisiert. diese Bohne ist ein Muss in der Küche, sollte aber sorgsam und sparsam genutzt werden, weil sie einen Drang hat, direkt zu dominieren. Und das tut nicht unbedingt gut. Die Tonkabohne schmeckt leicht süßlich, erinnert mit leichten Bitterstoffen an Vanille und wird auch als Ersatz für Vanille eingesetzt. Ich halte das für nicht sinnvoll, da Vanille echt am besten schmeckt.
Wie gesagt sollte man die Tonkabohne sparsam einsetzen, sie passt auch in Gebäck. die besten Erfahrungen hab ich im Zusammenspiel mit den Aromen der Äpfel gemacht, die in aller Regel eher säuerlich waren. die Bohnen sind getrocknet zu bekommen und sehr hart, sodass ich eine Microreibe oder eine Muskatreibe nutze, um das Pulver zu nutzen.
Breakfast in New Orleans, Dinner in Timbuktu
Aber zurück zu Cockburn. Ich freue mich, alles aus seiner mittlerweile 50 Jahre währenden Karriere auf Vinyl zu haben und spiele ihn immer wieder gerne, seit ich ihn Mitte der 80er im Odeon in Münster gesehen habe. Während die Musik von Cockburn in den siebziger Jahren überwiegend Folk und Jazzrock gewesen ist, die Texte christlich geprägt waren, kann man Cockburns Musik in den 80er-Jahren schon als politischen Protestrock bezeichnen, auch Reggae und andere Weltmusik-Stile flossen in die Musik ein. Cockburns Themen drehen sich dabei um Lateinamerika, Unterdrückung, Gewalt, Umweltverschmutzung oder auch Kritik an militärischen Themen, an Krieg.

