
Die Krise der Bodenseefischerei und ein Ausweg
Felchen gelten am Bodensee für die originären Fische aus diesem See. Und viele Menschen denken, dass es da nichts anderes mehr gibt. Das aber ist ein großer Irrtum. Ein paar Worte zu der Krise der Berufsfischerei:
Die Lage der Bodenseefischer, aber auch die Aussichten sind für die Berufsfischer alles andere als rosig. 134 Prozent weniger Fangerträge im Jahr 2023 als noch 2022, auch 2024 und 2025 geben immer mehr Fischer auf, die Erträge gehen weiter zurück.
„Sollte diese Tendenz so weitergehen, wird mit dem Wegfall der Berufsfischerei nicht nur langjähriges Wissen und ein Kulturgut verloren gehen, sondern auch ein Stück Identität unserer Region“, sagte Anita Koops bei der Jahresversammlung des Internationalen Bodensee-Fischereiverbandes (IBF) in Friedrichshafen. Das war 2024. Ein Jahr später hatte sich der Verband aufgelöst.
Die Sicht der Fischer
Die Fischer seien es gewesen, die immer schon die Veränderungen im See als erste wahrgenommen hätten. Sie waren es, die schon vor Jahrzehnten auf den Zustand des Sees hingewiesen haben, woraufhin die Klärstufen rund um den See verbessert wurden. In den Augen der Fischer ist dabei aber das Kind mit dem Bade ausgeschüttet worden, weil jetzt so viele Phosphate zurückgehalten werden, dass es im See kaum noch Nahrung gibt. Im Zuge dessen gingen die Felchenbestände zu Grunde, eine dreijährige Felchenschonzeit wurde Anfang 2024 ausgerufen.
„Wir sind äußerst unzufrieden, wie die Felchenschonzeit umgesetzt wurde. Es wurden uns nicht nur wichtige Fanggeräte fast ersatzlos gestrichen, mehr als die Hälfte des Jahres ist es uns verboten auf dem hohen See zu fischen, obwohl Fischarten wie Hecht, Wels, Zander keine Schonzeit haben“, sagte Anita Koops und spricht damit allen Fischern rund um den See aus der Seele. Mehr dazu gibt es in unserer Serie „Wem gehört der See„ in der Schwäbischen Zeitung.
Das sagt die Wissenschaft
Ist das dreijährige Fangverbot von Felchen im Bodensee tatsächlich sinnvoll? Ist es aus wissenschaftlicher Sicht erfolgversprechend, oder was muss noch alles passieren, um die Felchen zu retten?
Die Wissenschaft bejaht die Notwendigkeit und sieht in dem Fangverbot sowie einer gezielten Aufzucht in den Fischbrutanstalten einen Weg, klimaresistente Felchen aufzuziehen. Eien ausführlichen bericht dazu habe ich in der Schwäbischen Zeitung veröffentlicht.
Und das passiert hier
Die Fischer aber leiden darunter. Sie machen jetzt deutlich, dass es aber auch noch andere Fische in diesem See gibt, die zu fangen die Küche bereichern kann. Und genau dem gehe ich nach und bringe Alternativen. Hier werden künftig vermehrt Beiträge veröffentlicht, in denen ich zeige, dass es leckere Alternativen gibt – teil in ungewöhnlichen Rezepten.
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