Bryan Adams mit vier Gängen

Bryan Adams mit vier Gängen

Donald Trump gehört definitiv nicht zum Freundeskreis vom Adams. Der Kanadier bleibt seiner Musik treu, seiner Art und lässt Trump alt aussehen. Die Musik ist zeitlos. Adams spielt gegen die faschistische und übergriffliche Politik des US-Präsidenten. „Lake Ontario“ ist mein Favorit. Doch musikalisch bleibt auch dieses Album eher Begleitmusik.

Der erste Gang war eine Annäherung an The Duc Ngo. Sein Trüffel-Ei beim Pop-Up Le Duc im Schloss Montfort in Langenargen war das Gericht in der Menüfolge und hat mit einem großartigen Rosenkohl, mit einer Nussbutter-Ponzu-Soße und Trüffel ein Geschmacksbild gezaubert, das seinesgleichen sucht. Zugegeben, mein Rosenkohl war zu lange gegart, das Ei zu fest, aber die Soße traf den Geschmack zumindest laut meiner Erinnerung auf den Punkt. Nussbutter mit Ponzu abschmecken und Umami – ich habe dazu Shitake-Pilzdüxel genutzt.

Und die anderen Gänge

Der zweite Gang bestand aus gebratenen Selleriescheiben, die mit Kaffee abgeloscht werden, die Soße hab ich dann mit Ahornsirup verfeinert. Angelehnt an eine Idee von Heiko Antoniewicz. Dazu gab es frischen Ruccola-Salat – wie der Sellerie und alles andere Gemüse von Tobias (Viertelhektar).

Gang drei war gebrannter Lauch mit Fleischküchle auf einer Gemüsecreme. Und als letztes gab es mit der Hackmasse gefüllten Hokaido, der mit Parmesan und einem Ei verschlossen wurde.

 

adams-cover

erschienen am 7. November 2026

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