Kräuter und Blüten animieren zu Another Green Journey

Kräuter und Blüten animieren zu Another Green Journey – hier geht es mal umgekehrt. Der üppige Löwenzahn, die neuen Kirschblüten, die weiße Knoblauchsrauke und der wuchernde Giersch bringen mich zu „Another Green Journey“ von A.R. Machines – dahinter steckt eine Band von Achim Reichel.

Ich beginne mal mit der Musik. Und dazu lasse ich mal Achim Reichel selbst sprechen. Auf der Internetseite sagt er zu dem Album: „Dieses Album verkörpert meinen ersten Versuch, eine Musik zu erschaffen, die ohne musikalischen Vorbilder auskommt. Ich kann nur sagen: Vorsicht, starker Tobak – nicht jedermanns Sache. Ungewöhnlich, experimentell, psychedelisch, radikal. Na ja, ich war damals 26 Jahre alt, mit Haaren bis auf die Schultern und dem Hippietum zugetan. Während andere Zeitgenossen sich politisch revolutionär betätigten, war mir nach kultureller Umorientierung zumute. Leider musste ich damals feststellen, dass man für Derartiges hier zu Lande noch nicht bereit war. Aus Enttäuschung darüber versuchte ich alles mir mögliche, um diese Musik für immer in meinem Archiv verschwinden lassen zu können. Letztlich war es schwieriger die Rechte an diesem Album von der Industrie zurück zu erwerben als es aufzunehmen.“

Die Entwicklung geht weiter

Das Album wurde später eine gesuchte Platte. Und Achim Reichel sagt: „Meisterlich von dem allseits geschätzten Kollegen EROC digitalisiert und remastered, gehört auch eine DVD dazu, die von Studenten aus dem Fachbereich Medien der Universität Lippe/Höxter erstellt wurde. Dass diese sich heute in einem Lebensalter befinden, vergleichbar mit dem meinen in den frühen siebziger Jahren, hat die filmische Umsetzung zu einer erfreulichen Besonderheit werden lassen.“

A.R. & Machines spielten das Album neu arrangiert in der Elbphilharmonie in Hamburg und heraus kam eine Aufnahme, die vieles von damals hat aber auch musikalisch auf der Höhe der Zeit ist. Absolut hörenswert. In der Version, die ich habe, befindet sich auch die Originalaufnahme und die war rund 30 Jahre einfach nicht erhältlich. Auch wenn einige „Kritiker“ damals das Album verhöhnt hatten, fand es später doch noch Anklang. Vor allem im Ausland hieß es, das Achim Reichel mit der grünen Reise vorgemacht habe, was Tangerine Dream und Kraftwerk später perfektionieren sollten.

Entstanden, so sagt Reichel selbst, ist, das Album, weil er mit einer Tonbandmaschine experimentierte und sich Gitarren plötzlich im Echo oder Schleifenmodus abspielen ließen.

Kräuter und Blüten animieren zu Another Green Journey

Kräuter und Blüten animieren zu Another Green Journey

 

Und diese Kräuter sind Löwenzahn, Giersch und Knoblauchsrauke.

Die Blüte ist die vom Kirschbaum – Sakura im japanischen. Und mit der Kirschblüte beginne ich jetzt. Ich ernte die Blüten und einige der Knospen sowie einige junge Blätter an den Blütenständen. Die werden schichtweise mit bretonischem Meersalz aus Guerande in einem Glas untergebracht. Daraus wird danach einerseits Sakura-Salz sowie ein Sakura-Essig. Die aus dem Salz genommenen Blüten werden einige Zeit in Ume Su gesetzt, das ist eine aus fermentierter Aprikose hergestellte japanische Essig-Art. Sie ist sehr mild und hat einen außergewöhnlichen Geschmack. Wenn diese beiden Produkte fertig sind, werden sie hier verlinkt und es gibt neue Beiträge dazu.

Löwenzahn und Giersch in einem heißen Ölauszug

Kräuter und Blüten animieren zu Another Green Journey

 

Die gepflückten Löwenzahnblüten und die jungen Gierschblätter werden gewaschen und dann mit einem Liter Öl heiß bei etwa 70 Grad Celsius gemixt.

 

Kräuter und Blüten animieren zu Another Green Journey

 

Das entstandene Öl-Pflanzengemisch wird jetzt einige Tage ziehen und dann gefiltert. Aus dem klaren Öl sowie Bienenwachs stelle ich eine Salbe her, die als Schmerz- und Gelenksalbe genutzt werden kann. Dazu werden auf 100 ml Öl etwa 10 bis 15 Gramm Bienenwachs gegeben, der wird heiß aufgelöst, gemischt und dann in Gläser gefüllt. Nach dem Abkühlen sollte die Salbe fertig sein.

Knoblauchsrauke wird salzig

Aus der Knoblauchsrauke setze ich ein Knoblauchsrauken-Salz an. Vergleichbar mit Bärlauch hat die Rauke ein knoblauchartiges Aroma. Mit dem Guerande-Salz wird die Rauke gemörsert und zum Trocknen im Backofen bei 50 Grad Celsius etwa vier bis fünf Stunden getrocknet, Danach mahle ich das grobe Salz-Pflanzengemisch in einer alten Kaffeemühle.

 

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