Nachtrag: Erbse mit Mizūmi No Shoyu
Und nochmal die Erbsensuppe von den Sterneköchen Jan Cornelius Maier und Tobias Becker aus Köln, zu der ich einen genialen Tipp von Niklas Bönsch, Kollege, TV-Journalist und Hobby-Koch, erhalten hatte (https://www.instagram.com/wineanddine_cgn/). Es war halt noch Suppe da und heute war ich beim kulinarischen Speed-Dating der DBT (Deutsche Bodensee-Tourismus).
Da trafen Produzenten auf Gastronomen, um zu netzwerken, sich zu verabreden und schließlich beste Produkte auf die richtigen Teller zu bringen. Mit dabei auch die Kressefreiheit von Christian Grasmann aus Lindau. Der baut Microgreens an und beliefert damit zahlreiche Restaurants in der Region. Natürlich durfte ich ein paar Sprossen mitnehmen. Auf diese Erbsensuppe passten vor allem die Erbsensprossen. Schließlich isst das Auge ja auch mit, aber der Geschmack passt auch wunderbar.
Dann aber die Geschmacksbombe – und damit auch eine komplette Neuentdeckung. Ich zitiere mal aus dem Post von Küchenchef Philipp Heid aus dem Pinus im Seegut Zeppelin und der Speiserei im Hotel Maier – beide in Fischbach: „Mizūmi“ ist das japanische Wort für „See“. Unsere Shōyu folgt der japanischen Brautradition, aber statt Sojabohnen und Weizen aus Übersee kommen die Hauptzutaten aus der Region: Die Lupinen liefert der @biolandhofkelly, das Getreide der @speicher1616. Zwölf Monate reift die Shōyu in einem Fass vom @weingut_aufricht
Entwickelt in unseren Küchen im Hotel Maier und im Seegut Zeppelin, hergestellt mit Papa Mame. Vier Sorten: Lupine · Lichtkornroggen, auch mit geräuchertem Lauch, Bodenseelinse · Dinkel, auch mit Liebstöckel, 200 ml für 19 € je Flasche. Erhältlich direkt im Hotel Maier und im Seegut Zeppelin.“
Lieber Philipp Heid, sorry, aber das hast Du einfach wunderbar formuliert. Ich habe die Lupine, Lichtkornroggen mit geräuchertem Lauch genutzt, weil Lydia gestern meinte, die Erbsensuppe vertrage eine Rauchnote. Recht hatte sie. Das war eine Offenbarung. Schon beim Probieren beim Speed-Dating war ich begeistert und hab gleich zwei Flaschen mitgenommen. Die anderen beiden wandern auch noch in meinen Bestand. Und die Geschichte dazu gibt es auch bald zu lesen.
Auf die Suppe kamen die Sprossen, in die Suppe angebratene Hähnchenbruststreifen und die Mizūmi No Shoyu mit dem geräucherten Lach. Echt geil.

