Neil Young spricht mit Bäumen und die Fischer mit uns

Neil Young spricht mit Bäumen und die Fischer mit uns – Das neue und wunderbar freche Album von Neil Young passt in diese Zeit hervorragend hinein. Dazu gab es Tacaud und Steinbutt.

Was Neil Young da mit seinem neuen Album anstellt, ist weder einer Ära oder einem Stil zuzuordnen. „Talkin‘ To The Trees“ hören wir hier über Qobuz, da man auf einem Campingplatz selten einen Plattenspieler dabei hat. Neil Young zeigt hier seine neue Begleitband „The Chrome Hearts“ und spielt die neuen Titel damit sehr lebendig und frech. „Einen Song wie Dark Mirage hätte man so garantiert nicht mehr vom Chef erwartet: Ein dreckiger und frecher Shuffle, der seines gleichen sucht. Von Altersmilde ist hier nicht viel zu spüren, weil Mr. Young inhaltlich radikal wie eh und je geblieben ist. Nicht unwenige werden sogar behaupten, dass ein Song wie Let’s Roll Again zu weit geht“, schreibt Philipp Methling auf Qobuz. Letzterem muss ich widersprechen. Angesichts dessen, was die Faschisten in den USA so treiben, kann nichts weit genug gehen, dem Einhalt zu bieten.

Neil Young spricht mit Bäumen und die Fischer mit uns

Und das tun die Fischer, wenn sie nachmittags gegen 15 Uhr in St. Guenuele in den Hafen einlaufen. Das ist ein Hafen im Finstere in der Bretagne, gleich nördlich von Penmarch. Hier laden sie aus, man kann sich bei der Gelegenheit schon mal eine Übersicht verschaffen, was heute so gefangen wurde und anschließend in der „Abfertigungshalle“ den gewünschten Fisch mitnehmen. Die Preise sind sehr fair, niedrig, aber ehrlich genannt. Handeln verbietet sich hier. Schließlich sind es die

young-fischeFischer, die hier im Atlantik bisweilen ihr Leben bei der Arbeit riskieren. Handeln kannst Du beim Händler, aber nicht beim Fischer.

Den Steinbutt, knapp 40 Zentimeter breit, habe ich mehliert und abgebraten. Der Tacaud, der in der Bretagne gerne als Fisch für eine Suppe genutzt wird oder als Kabejau-Ersatz dient, ist in einer Wein-Senf-Fenchel-Soße gegart. Dazu einfach Kaiserschoten und Kartoffeln. Ein Problem in der Campingküche des Eco? In keinster Weise. Zwei Flammen reichen, gekocht wird stressfrei. Das war nicht das erste Mal, dass Leute stehen blieben und sich die Küche anschauen wollten. Vielleicht weil sie in ihren Wohnmobilen so viel Platz dann doch wieder nicht haben.

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