Pilze, Zirbe und ein Kalb mit Teroldego
Es sollte Kalbsmedaillons geben, dazu Pilze und eine Kräutercreme auf der Basis von Fromage Blanc aus Frankreich zu dem gepickelten Fenchel und der Roten Beete. Fenchel und Rote Beete sind fein gehobelt und in Zirbenbalsam gepickelt. Dazu gab es noch gebratenen Sellerie, der mit Espresso abgelöscht wurde. Die Bitternote des Kaffees passt wunderbar zum Sellerie und steht in Kontrast zu dem säuerlichen Gemüse und der (etwas zu scharfen) Kräutercreme. Nächstes Mal nehme ich weniger Chili.
Der Sellerie war zu klein geschnitten, größere Stücke würden weniger Kaffee aufnehmen und den Selleriegeschmack als solchen nicht so sehr in den Hintergrund treten lassen. Zwei nicht so gute Ergebnisse, kann also und wird auch besser werden. Den Rezeptansatz werde ich weiterentwickeln.
Auch Radio darf mal sein
Als Musik lief einfach SWR4, ein Sender, der früher Schlager brachte, daher nicht in meinem Senderportfolio lag. Heute gibt es da Musik aus den 60er, 70er und einige der 80er Jahre. Wunderbar und sehr unterhaltsam.
Das Kalbsschnitzel wurde in Butterschmalz mit Thymian gebraten, dazu gab es Tagliatelle, die mit den Pilzen getoppt wurden. Was absolut passend war und geradezu dem Teller das Krönchen aufsetzte, war der Wein, den Marleen Sturm (Vintage 1989) empfohlen hatte. Die Teroldego-Traube stammt aus dem Trentino/Dolomiten und wird dort seit der Antike angebaut. LaVis Teroldego hat eine tiefrote Farbe. Er riecht nach Veilchen, Pflaumen und Waldfrüchten – passt damit vor allem zu den Pilzen. Im Mund wirkt er weich und ausgewogen. Sein Geschmack bleibt lange erhalten und steht in bester Harmonie mit dem Kalb und eben den Pilzen.

